Stadtwerke Kiel wollen Olympia-Bürgerentscheid beeinflussen
Thilo Pfennig
Hier unsere Reaktion als Offener Brief:
Sehr geehrter Herr Schuster, sehr geehrte Damen und Herren der Stadtwerke Kiel,
bezüglich der Absicht der Stadtwerke Kiel, sich einseitig für die PRO-Kampagner zu positionieren und dazu Leuchtreklame zu schalten:
Mt großer Sorge und Unverständnis nehmen wir als Initiative NOlympia Kiel die aktuelle „JO!“-Kampagne und die geplante Lichtinstallation am Küstenkraftwerk zur Kenntnis. Die einseitige Positionierung der Stadtwerke Kiel zugunsten der Olympischen Spiele in Kiel ist aus unserer Sicht nicht nur unangemessen, sondern auch ein Missbrauch der öffentlichen Aufmerksamkeit und der Ressourcen eines kommunalen Unternehmens.
Die Stadtwerke Kiel sind ein zentraler Akteur der Daseinsvorsorge und sollten sich als neutraler Dienstleister verstehen, der alle Bürger:innen der Stadt gleichberechtigt vertritt. Stattdessen wird mit der Beleuchtung des Küstenkraftwerks und der Unterstützung der „JO!“-Kampagne eine politische Meinung vor dem Bürgerentscheid am 19. April 2026 vorweggenommen. Dies untergräbt den demokratischen Prozess und setzt die Stadtwerke in den Verdacht, gezielt Einfluss auf die Meinungsbildung nehmen zu wollen.
Wir fordern Sie auf, die geplante Lichtinstallation zu überdenken und stattdessen eine neutrale Haltung einzunehmen, die Raum für eine sachliche und faire Diskussion lässt. Die Olympischen Spiele sind kein Selbstzweck, sondern werfen zentrale Fragen nach Kosten, Nachhaltigkeit und den langfristigen Folgen für die Stadt und ihre Bürger:innen auf. Diese Fragen verdienen eine offene Debatte – ohne einseitige Beeinflussung durch öffentliche Unternehmen.
Wir bitten um eine Stellungnahme und stehen für ein Gespräch gerne zur Verfügung.
Mit kritischen Grüßen,
NOlympia Kiel