PM: Die Olympia-Entscheidung - Am Ende nur Verlierer?
NOlympia Kiel
Am 26. September entscheidet der DOSB darüber, welche der Hauptbewerberregionen für die Olympischen Sommerspiele 2036/2040/2044 für Deutschland ins Rennen geschickt wir. Daran hängt nun auch der Austragungsort für die Segelolympiade, da sich Rhein-Ruhr bereits auf Rostock-Warnemünde und München sich auf Kiel-Schilksee festgelegt hat, wobei die Kombination München-Kiel eine Wiederholung der Sommerolympiade 1972 wäre. Sollte also München erneut der Hauptbewerber werden, wäre damit auch Kiel Co-Bewerberstadt. Zuvor ist Berlin als Bewerberin ausgestiegen, die auch Rostock die Präferenz angegeben hatte.
Der Sprecher NOlympia Kiel (Thilo Pfennig) kommentiert die anstehende Entscheidung so:
„Man möchte keiner Stadt auf der Welt eine Sommerolympiade an den Hals wünschen. Studien belegen: Austragungsstädte enden immer verschuldet. In Kiel beteiligten sich lediglich rund ein Drittel der Wahlberechtigten an der Entscheidung - in Rostock gab es kaum organisierten Widerstand. Wir würden uns freuen, wenn München mit Kiel nicht gewählt wird. Aber wir wünschen natürlich auch den Mitstreiter:innen in Rhein-Ruhr, dass am Ende der Kelch auch an ihnen vorübergeht. Ein Sieg im Vorentscheid heißt noch lange nicht, dass Deutschland die Spiele wirklich bekommt.
Und Kiel steckt seit Jahren in einer tiefen Haushaltskrise (Aktueller Fehlbetrag 140 Mio Euro) . Es ist absurd, sich in unnötige Millionen-Ausgaben zu stürzen, während es Stellenkündigungen und Einstellungsstopps gibt. Um es deutlich zu sagen: Wenn Kiel offiziell dabei wäre, müssten Mittel aus Sozialbudgets, Bildung oder Kultur abgezweigt werden. Jeder Euro zählt - und den Bund oder das Land werden die olympischen Kosten nicht auffangen. Der beste Weg: Kiel zieht die Bewerbung zurück.“
Ein Audio-Statement finden Sie im NOlympia Podcast Folge 11