Park statt Parken – Teil 1 – Vorüberlegungen zu einem #Parklet #ParkletHowto

Ich möchte ein wenig von meinen Erfahrungen bei der Einrichtung und Genehmigung eines Parklets teilen. Ich spare mir in diesem Artikel die Einleitung darüber, was ein Parklet ist.

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Foto:  Parklet in Kiel (c) Thilo Pfennig 2019 – Copyright: gemeinfrei aber gerne bescheid sagen, wenn es genutzt wird!

Vorüberlegungen

Motivation

Es gibt verschiedene Gründe dafür, warum man ein Parklet haben möchte:

  • Ein Gewerbe (Laden oder Café) möchte eine Sitzgelegenheit für seine Kunden haben. Sitzgelegenheiten auf dem Gehweg sind eingeschränkt. Z.B. Mindestdurchgangsbreiten von ca. 2 Meter. Dann sind solche Alternativen nicht genehmigungsfähig
  • Das Gewerbe wird oft durch parkende LKWs und Sprinter so blockiert, dass es nicht mehr gesehen wird.
  • Weil es geht. Um auszuprobieren, wie man ein Parklet baut.
  • Jemand will Platz für Grün schaffen
  • Platz zum Spielen und eine Sandkiste
  • Einen Ort der Begegnung. Für eine bessere Nachbarschaft
  • Eine weitere Abstellmöglichkeit für Fahrräder oder Lastenräder
  • Um den Autos Platz weg zu nehmen und Menschen als Fußgängern mehr Platz
  • Um eine Straße zu beleben
  • Eine Abgrenzung zu einer viel befahrenen Straße aus Sicherheitsgründen

Der richtige Ort

Nicht jeder Parkplatz ist ideal für ein Parklet.

Was man vermeiden muss:

  • Jegliche Kanaldeckel und Anschlüsse, die ggf. von Stadtreinigung, Feuerwehr,… erreicht werden müssen.
  • Wenn der Untergrund nicht gerade ist, könnte es schwierig werden
  • Wenn die Nachbarn oder Gewerbe, die unmittelbar davor liegen ein Problem damit haben.
  • Vielleicht nicht unbedingt unmittelbar dort, wo der größte Partyladen ist und es täglich Beschwerden gibt.
  • Die Straße ist aus irgend einem Grund ungeeignet – zu laut – zu enge Ausfahrt neben dem geplanten Parklet usw.

Ideale Orte sind:

  • Es gibt mehr als eine Person oder Gewerbe, die sich ein Parklet gut vorstellen kann
  • Dort wo man einen größeren Bedarf vermuten kann. D.h. es gibt keine Sitzgelegenheiten oder es gibt einiges zu sehen, wenn man sitzt
  • Leute wohnen , die ein Auge auf das Parklet haben können

Und was sagt meine Kommune?

Es ist wichtig herauszufinden, wie die eigene Stadt mit diesem Stadtmöbel umgeht. 2019 ist es z.B. so, dass Freiburg keine fixen Parklets haben möchte, in Kiel sieht die Verwaltung es eher kritisch. Man kann natürlich im Internet recherchieren, oder man muss eine Ansprechpartner*in in der Kommune finden, entweder direkt im zuständigen Amt oder Ämtern (in Kiel u.a. Tiefbauamt und Ordnungsamt). Man kann auch versuchen Politiker*innen zu finden, die solchen Ideen gegenüber aufgeschlossen sind und die sich ein wenig für die Sache aus Überzeugung einsetzen wollen.

Für eine Genehmigung braucht es dann irgend wann einen formalen Antrag und jemanden, der die Antragstellerin macht. Es wäre wichtig zu wissen, wie die Bedingungen sind. Mag man die Verantwortung wirklich tragen? Im Problemfall muss man das Parklet nach auslaufender Genehmigung wieder entfernen. Das kann teurer und aufwendiger werden als der Bau. Besonders dann wenn Freunde und Nachbarn die Stadt verlassen. Und man plötzlich alleine mit der Verantwortung dasteht. An dieser Stelle möchte ich an die Städte appellieren die Antragsteller*innen zu überlassen, wenn sie Parklets als eine sinnvolle und wünschenswerte Sache betrachten.

Finanzierung

Unabhängig von der Genehmigung muss ein Parklet gebaut werden. Entweder:

  • DIY mit Freund*innen und Nachbar*innen
  • Aus einer Hand von einer professionellen Zimmerei
  • Irgend was dazwischen
  • ggf. auch durch ein Sozialprojekt (bitte ohne Ausbeutung!)

Abhängig davon entstehen unterschiedliche Kosten. Paletten sind z.B. billig. Wenn man Glück hat sogar umsonst. Aber sie machen viel mehr Arbeit. Im Gegensatz dazu kann ein fertiger Plan und perfekt zugeschnittenes Holz bedeuten, dass man es schnell zusammenbauen kann, aber dafür wird das Holz teurer. Auch andere Materialien als Holz sind möglich. Als Beispiel aus Kiel kann man ein sechs Meter langes Parklet aus Paletten auch mit Materialkosten von rd. 500 € bauen. Vielleicht auch weniger, wenn man Glück hat und auf Sparsamkeit achtet. Die Arbeitszeit ist dabei nicht berücksichtigt.

Fällt das Geld nicht vom Himmel, kann man vielleicht Geld aus Fördertöpfen beantragen. Die haben meist bestimmte Bedingungen. Z.B. kann man nicht immer die Arbeitszeit bezahlt bekommen. Aber vielleicht die Durchführung als Workshop! Es ist bei einem geförderten Parklet tendenziell besser es von Anfang man gemeinnützig anzulegen. Das heißt, das kein Laden darauf exklusiven Zugriff hat. Und jede*r darauf Platz nehmen darf. Erfahrungsgemäß werden solche Parklets auch besser angenommen als rein gewerbliche Parklets. Und es gibt weniger Widerstand aus der Nachbarschaft. Aus meiner Sicht sind das auch eigentlich die ECHTEN Parklets. Wird es rein gewerblich genutzt sind es für mich eigentlich eher „nur“ Sitzgelegenheiten für Kund*innen. Das ist weit weniger spannend, als wenn ein Ort der Begegnung entsteht.

Die Welt geht unter: Ein Parkplatz fällt weg! (und warum das nicht so schlimm ist)

Viele sind skeptisch: Es gibt ja eh zu wenige Parkplätze in der Straße/Viertel. Dazu einige Gegenargumente für euch, die auch im Vorfeld schon wichtig sein können:

  • Ein Auto steht statistisch betrachtet im Schnitt an 23 von 24 Stunden am Tag einfach nur rum. Ist das produktiv? Außerdem: oft verfügen keine 50% der Anwohner*innen über ein Auto. Statistiken dazu hat deine Stadt.
  • Wer einen eigenen Parkplatz haben will, könnte auch einen Mieten oder ein Parkhaus benutzen. Woher nehmen Autos das Recht den Platz dauerhaft umsonst zu besetzen?
  • Da sitzt sowieso NIE jemand“ – Manche Parklets werden sicher seltener genutzt als andere. Aber dennoch würde ich sagen: Das ein Parkplatz tendenziell besser genutzt wird, wenn es nur 2 Personen am Tag gibt, die ihn nutzen. Zwei Leute wäre wirklich nicht viel, aber immer noch von mehr Leuten, als die meisten Parkplätze
  • Das  sitzen dann IMMER Leute rum“ – Ist ja schön wenn es genutzt wird. Vielleicht auch mal von unangenehmen oder lauten Menschen (hoffentlich nicht so oft). Aber hier gelten die gleichen Regeln wie vorher auch. Vermutlich wird eure Straße nicht lauter. Sollte es dauerhaft zu Störungen kommen, gibt es die üblichen Wege sich dagegen zu wehren.
  • Wir können auf keinen Parkplatz verzichten“ – Ich denke wenn wir nach den Autos gehen, wird es nie genug Parkplätze geben. Ein 4-geschossiges Haus plus Erdgeschoss hat ungefähr 10 Mietparteien. Wenn jede Mietpartei nur ein Auto hat, braucht es vor dem Haus einen Platz für 10 Autos. Nehmen wir 5 Meter als Platzbedarf für ein Auto wären das 50 Meter. Aber ein Mehrfamilienhaus hat vielleicht nur eine Breite von 12 Metern. Das heißt ein Haus würde bereits mit seinem Haus den Platzbedarf von vier Häuserfronten haben! Das skaliert nicht!
  • Flächengerechtigkeit – Es gibt einen Ansatz in der Verkehrspolitik, der fordert, dass alle Verkehrsteilnehmer den gleichen Platz relativ zu ihrem Verkehr und oder Masse bekommen. Also wenn wir eine Straße mit 10 Meter Breite nehmen und wir haben am Tag ggf. 10.000 Fußgänger 2.000 Autos und 1000 Räder, dann kann man die ins Verhältnis setzen, also insgesamt 13.000 Verkehrsteilnehmer*innen. Dann kämen die Fußgänger*innen auf fast 77%. Übertragen auf die Straßenbreite wären das: 7,70 Meter und die Autos bei 1,50 Metern – Sorry ihr müsst leider draußen bleiben oder kleiner werden! Die Rechnung kann man so natürlich nicht aufmachen, aber: You get the idea! Fußgänger*innen und Räder sind in der Stadt bislang immer vollkommen unterrepräsentiert! Es ging hier nur darum zu sagen: Man hat eigentlich viel mehr Anspruch und sollte sich auch trauen den in Anspruch zu nehmen.

(c) Thilo Pfennig 2019,2020 – Copyright: gemeinfrei aber gerne bescheid sagen, wenn es genutzt wird!

Vom Öffentlichen ins Private – Jane’s Walk 6.7.2019 #janeswalk

Wir gehen vom Bahnhofsvorplatz über den Bahnhof in den Sophienhof Kiel bis zum Wohnquartier Alte Feuerwache. Dabei beobachten wir die verschiedenen Wege und Zonen. Den Wechsel zwischen Öffentlichkeit und privatisierter Fläche. Merkt man es? Am Ende wollen wir noch einen Ausklang an einem geeignete öffentlichen Ort machen, um uns auszutauschen.
Treffpunkt ist um 14 Uhr an der Gedenktafel für die Kieler Matrosen.

Jane’s Walk in Kiel am 13.11. zu Luftschadstoffen #TheodorHeußRing

Am 13. November gibt es einen Stadtspaziergang in Kooperation mit Greenpeace Kiel zum Thema Luftschadstoffe in Kiel. Es geht los um 16 Uhr an der Kreuzung Preetzer Straße/Ostring und führt dann über die Bahnhofstraße, den Theodor-Heuß-Ring, die Saarbrückenstraße, die Kirchofallee bis zum Büro von Greenpeace Kiel in der Ringstraße!

Es soll darum gehen die Situation dort auch erfahrbar zu machen (Verkehr, Abgase, Umgebung,…)

Treffupunkt ist um 16 Uhr in der Nähe der Bushaltestelle Preetzer Straße/Ostring (stadtauswärts). Am Ende gibt es einen gemeinsamen Ausklang bei Greenpeace, wo man noch mal die Zeit hat die Eindrücke und Erkenntnisse gemeinsam zu reflektieren und über die Kieler Situation zu reden.

#ParkStattParken in Gaarden #Parklet: Alles ist vorbereitet

Mittlerweile liegt auch die Genehmigung der Verwaltung  und Zustimmung des Ortsbeirates vor.

Am 26. August gibt es im BioGaarden einen Workshop zur weiteren Gestaltung/Bepflanzung ab 19.30 Uhr (Eingang via Ladentür). Für Nachbarn und Interessierte.

#ParkStattParken in Gaarden #Parklet

In Gaarden soll es auch bald ein erstes offizielles Parklet geben. Inoffiziell gibt es bereits eines in der Elisabethstraße.

Hier ein Beispiel für ein Parklet in Stuttgart:

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In Gaarden haben wir eine Förderung vom Verfügungsfond Gaarden für eine Umsetzung bekommen. Am 26. Juni um 17.30 Uhr findet eine erste Infoveranstaltungen für Nachbarn statt im BioGaarden, Kaiserstraße 56. Es fehlt noch die Zustimmung des Ortsbeirat Gaarden und der Verwaltung. Aber bisher gab es keine grundlegenden Bedenken als Feedback unserer Anfragen.

Wir haben das Projekt „Park statt Parken“ genannt. Denn ein „Parklet“ bedeutet so viel wie „Kleiner Park“. Statt eines Parkplatzes soll es Sitzgelegenheiten und Grün geben.

 

Pressemitteilung: Veranstaltungsreihe und Ausstellung zur Novemberrevolution in Kiel

Von Juni bis September findet in Kiel unter dem Titel „Call Me Räterepublik“ eine Ausstellung und mehrere Veranstaltungen rund um das Themengebiet Matrosenaufstand, Räterepublik und Revolution statt. Anlass ist, wie auch bei anderen Veranstaltungen in Kiel, das 100-jährige Jubiläum der Revolution von 1918. 

Den Anfang macht am 7. Juni um 19 Uhr die Ausstellungseröffnung in der Galerie ONspace, bei der
vier KünstlerInnen ihre Werke präsentieren (Johannes Flechtenmacher, Johannes Litty, Torben Laib, Wiebke Wolkenhauer).
     
Am 9. Juni stellen die Referenten Klaus Kuhl und Helge Döhring ihre Erkenntnisse über die Zeit der Revolution in Deutschland und der Räterepublik vor. Um 17 Uhr wird der Historiker Klaus Kuhl beschreiben, warum und wie sich die Aufständischen in Kiel in Räten organisierten.
Im Anschluss behandelt Helge Döhring folgende Fragen: Ein Staatssystem bricht zusammen, und ein anderes System übernimmt das alte. Ist das eine soziale Revolution? Wie beurteilte die syndikalistische Arbeiterbewegung die Situation? Was verband und was trennte sie theoretisch und praktisch von den revolutionären Ereignissen?

Am 15. Juni um 17 Uhr findet eine Dialogische Lesung zu Ernst Tollers „Eine Jugend in Deutschland“ vorgetragen von Horst Stenzel und Corbin Broders statt.

   
„Drumming the Monument“ ,
so nennt sich eine Soundaktion am Denkmal zum Matrosenaufstand im Ratsdienergarten von Detlef Schlagheck, Momen Shaweesh und Drummer der Kieler Musikszene. Am 14. Juli um 22.15 Uhr.

Von Fire and Flames Music and Clothing finden dann im September zwei weitere Veranstaltungen im Rahmen statt:

Bernd Langer stellt am 21. September um 20 Uhr sein Buch Revolution 1918 im Subrosa vor.Das Fire and Flames Festival findet am 22. September in der Alten Meierei statt. Unter dem Titel „Rockin‘ like it’s 1918“, ab 17 Uhr.

Organisiert wird diese Veranstaltungsreihe von: Galerie ONspace (K34 e.V.), 1ToDo Institute, Fire and Flames Music and Clothing in Kooperation mit der LAG Soziokultur.

Hinweise für Redaktionen:
Im Vorfeld der Veranstaltungen wird es einen Ortstermin im ONspace geben mit der Möglichkeit Fragen zu stellen und Fotos zu machen. Wenn Sie Interesse daran haben, oder Sie Fotos zugeschickt bekommen möchten melden Sie dies bitte bei Herrn Schlagheck (Kontakt: s.u.) an.

Adressen:
    ONspace
    Iltisstraße 10
    24143 Kiel
    Alte Meierei
Hornheimerweg 2
24113 Kiel

Subrosa
Elisabethstraße 25
24143 Kiel

Beteiligung an Veranstaltungsreihe ab Juni zum #Matrosenaufstand / #Räterepublik in Kiel

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Marinesoldaten der S.M.S Coeln ca. 1914 (und ein Plüschwauzi), ganz rechts Reinhard Pfennig, Großvater des Autoren Thilo Pfennig

Seit einigen Wochen laufen (relativ kurzfristig) die Vorbereitung einer Ausstellungsreihe, an der sich auch unser Institut beteiligt. Motivation war die Befürchtung, dass einige Aspekte der Revolution durch die Stadt Kiel und/oder die SPD in Kiel außer acht gelassen werden. Die Geschichtsforschung hat inzwischen ja vieles aufgedeckt, was die Revolution angeht. Aber wenn man sich umhört, wissen viele die in Kiel wohnen nicht, dass es einen Matrosenaufstand gab, oder was eine Räterepublik ist oder was die Matrosen damals wollten.

Wir wollen mit der Reihe „Call Me Räterepublik“ das Wissen darüber erweitern und es gleichzeitig mit einer künstlerischen Behandlung aufgreifen und versuchen einen Bezug zu heute herzustellen. Was bedeutet das, was 1918 geschah für uns heute? War es nur eine kurze Episode, die nur in den Extremen des Ersten Weltkriegs eine Bedeutung hatte? Was ist damals falsch gelaufen? Ist die Demokratie, die wir heute leben der Weisheit letzter Schluss? Fragen zu stellen ist der Anfang jeder Erkenntnis. Und oft finden wir neue Antworten, wenn wir auf neue Fakten stoßen oder in Abstand von Jahren die gleichen Fragen stellen.

Die Vernissage ist am 7. Juni um 19 Uhr.

Am 9. Juni folgen zwei Vorträge hintereinander von Klaus Kuhl (mit Ausschnitten aus einem neuen Film) und Helge Döhring. Es könnte sich also mal lohnen, nach Kiel zu kommen!

Am 15. Juni wird es eine Dialogische Lesung geben. Bitte schaut auf https://raterepublik.wordpress.com/ für weitere und aktuelle Infos. Vielen Dank an K34/ONspace und Fire & Flames für die bisherige Zusammenarbeit!

 

Und vielen Dank an Gu fürs Design des Plakates!

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#JanesWalk Kiel am 6. Mai #VerboteneKunst

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Spaziergang Jane’s Walk von Gaarden in den Westen. Hier Alte Feuerwache

Dieses mal ging es von Gaarden bis in die Altstadt. Die Alte Mu hatten wir dann ausgelassen. Auch und u.a. aufgrund der Hitze und hatten dann insbesondere folgende Stationen:

  1. Baustelle am Berliner Platz und Holstenfleet / Kleiner Kiel Kanal
  2. Alte Feuerwache
  3. Schlossquartier
  4. Büro vom Futur3 Festival mit Live-Fenstermalerei. Dort auch Bilder verbotener Kieler Kunst
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Verbotene Kunst bei Futur3 (links) und Fensterbemalung (rechts)
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Die Innenstadt ist z.Zt. eine einzige Baustelle. Hier der Berliner Platz

Mit einer kleinen Gruppe waren wir von Gaarden zu den Baustellen auf dem Westufer Kiels unterwegs.

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Alte Feuerwache – Ein Privatgelände

Ich war als Leiter des Walks selber noch nicht im Quartier Alte Feuerwache. AM Eingang wird man von einem Schild „Privatgelände“ begrüßt. Fehlt nur noch „Betreten verboten“. Aber das durften wir dann wohl. Mich erinnerte das Ganze etwas an einen anderen Jane’s Walk 2017. Ebenfalls ein Neubauquartier in der Gerhardstraße Die Innenbereiche gelten als privat. Diese sind meist wie ausgestorben. Niemand geht da vor die Tür. Man wird auch gerne mal von BewohnerInnen vertrieben und man meint man müsste flüstern um niemand zu stören. Eine Abschaffung Öffentlichen Raums. Diese Art von Bebauung ist eher wie eine Wagenburg, bei der man sich gegen ein feindliches Umfeld abschottet. Für das Ziel einer belebten Altstadt absolut tödlich.

Positiv am Schlossquartier finde ich die Blockbebauung von außen. Das da doch viele Ladengeschäfte Platz finden werden. Und generell ist es auch gut und richtig mehr Wohnraum in der Kern-Innenstadt zu schaffen. Wobei da wohl meist aufgrund hoher Quadratmeterpreise kaum sozialer Wohnungsbau entstehen wird.

Und am Alten Markt fragte ich mich, warum eigentlich der Bootshafen so mit Veranstaltungen von Kiel-Marketing geflutet wird, aber am Alten Markt, einer der Kieler Problemzonen, veranstaltet man nichts? Liegt es an den Anliegern?

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Ausklang bei Futur3

Insgesamt ein interessanter Spaziergang mit intensivem Austausch zwischen den Teilnehmer*innen. Hätten gerne noch viel mehr sein können. Ein Dank auch an Futur3-Festival für den Empfang!

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